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Warum wir echte Face-to-Face-Kontakte brauchen

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Schlechte Nachrichten für Social-Media-Fans: Die kanadische Psychologin Susan Pinker belegt, dass direkter zwischenmenschlicher Kontakt zentral ist für unser Lernen und Glücksempfinden, ja sogar für unsere Langlebigkeit.
«Noch nie waren wir so gut vernetzt, und noch nie waren wir so einsam», sagt Susan Pinker. Pinker ist Psychologin und Autorin von «The Village Effect» http://www.susanpinker.com/the-village-effect/

Sie erklärt mit diesem Satz ein Paradox unserer Zeit. Das Internet hat die Welt zum globalen Dorf gemacht. Doch es sind die vitalen Vorteile des Dorflebens, die gemäss Pinker im digitalen Zeitalter verloren gehen.

Die Kanadierin belegt in ihrem Buch, dass direkter zwischenmenschlicher Kontakt zentral ist für das menschliche Lernen und Glücksempfinden, aber auch für unsere Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit sind. Das sind schlechte Nachrichten für reine Social-Media-Fans.

Menschen seien dazu programmiert, so Pinker, in direkte Beziehungen zu einander zu treten. Face-to-face-Kontakt sei dabei besonders wichtig: Enge Beziehungen helfen uns zu lernen, unsere Lebenserfahrung zu erweitern und uns glücklich zu fühlen. Auch die lockeren Beziehungen am Arbeitsplatz und in der Nachbarschaft seien wichtig. Dank ihnen könnten wir eine Art Dorf um uns aufbauen, von dem wir und unser Umfeld profitieren könnten. XING, LinkedIn, Twitter, Facebook und wie sie alle heissen, reichten dafür nicht aus. Wir brauchen Kontakte in der physischen Welt.

Die Kanadierin kombiniert Erkenntnisse der Social Neuroscience mit der Psychologie. Ihre Recherche führte sie in sardische Bergdörfer und in Grossstädte, an Arbeitsplätze und in Schulzimmer.

Ihre Ergebnisse fordern liebgewonnene Gewohnheiten heraus: Wir haben das Dorf aus verschiedenen Gründen verlassen und wollen die neuen Technologien nicht aufgeben. Doch Menschen brauchen enge soziale Beziehungen und physisches Face-time, um sich gut zu fühlen – ja, um zu überleben.

Pinker ist Keynote-Referentin am 12. Europäischen Trendtag vom 16. März 2016 am GDI in Rüschlikon.

QUELLEN:

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Bericht 20 Minuten

 

Schlagworte: Soziale Medien, Gesundheit, Menschen, Beziehungen


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