Blog » Rethink: Strategiewechsel im Supply Chain Management

Rethink: Strategiewechsel im Supply Chain Management

Arbeitswelt 4.0, Supply, Demand, Rethink | 2 Minute(n) zum Lesen

Viel ist geschehen in den letzten Tagen. Verunsicherung, Energielosigkeit, Abwarten beschreiben unter anderem die Stimmungslagen der breiten Bevölkerung.

Wir alle wissen, der Corona Virus geht vorbei. Die Zukunft steht vor der Tür und es wird weiter gehen. Weshalb also alles stehen und liegen lassen? Es ist sicher sinnvoller jetzt zukünftige Szenarien anzudenken, mögliche Herausforderungen zu planen, frühzeitig an die Hand zu nehmen und schon heute erste notwendigen Schritte einzuleiten.

Strategiewechsel im Supply Chain Management

Corona wird einen Entwicklungsschub in unserem Denken und Handeln auslösen. Analysieren wir die Auswirkungen der SARS-Pandemie 2002/2003, stellen wir den Paradigmenwechsel und die Erhöhung des Umsetzungstempos im E-Commerce, vor allem in Asien, fest.

Ich rechne damit, dass sich die Wirtschaft nach dem Virus Schock zügig erholen wird. Wie ich bereits in meinem Post am 25. Februar 2020 CORONAVIRUS-REAKTIONEN DER BEVÖLKERUNG UND BULLWHIP-EFFEKT IN DER CONSUMER SUPPLY CHAIN  aufgezeigt habe, werden sich die Unternehmen damit auseinandersetzen müssen, wie ihre Supply Chains (Lieferketten) in Zukunft aussehen müssen. Diese Einschätzung beruht nicht alleine auf Wunschdenken, sondern auf einer Studie von Bosten Consulting Group (BCG), basierend auf den Erkenntnissen der durch Epidemien ausgelösten Krisen in den vergangenen 100 Jahren.

BCG und CREAPROCESS gehen von gleichen Szenarien aus. Unternehmen werden ihre Lieferketten grundlegend neu ordnen. Die aktuelle Krise zeigt, dass die Abhängigkeit von einem oder sehr wenigen Lieferanten risikoreich ist. Fazit: Von der aktuellen Zentralisierung werden Supply Chains wieder vermehrt dezentralisiert werden. Es ist auch sinnvoll über Mischformen nachzudenken. Das bedeutet: Statt auf einen Teilelieferanten für Produktionsstätten in aller Welt zu setzen, sollten die Unternehmen die Lieferketten wieder stärker regional betreiben. In vielen Firmen wird bereits heiss diskutiert, ob man es mit der Zentralisierung der globalen Belieferung in den vergangenen Jahrzehnten nicht doch übertrieben habe.

Entwicklung 2. Hälfte 2020

Beobachten wir die Diskussionen in den letzten Tagen, stellen wir fest, dass sich die interne Arbeitsweise in Unternehmen durch die gemachten Erkenntnisse strukturell verändern könnte. Der Begriff NEW WORK ist in aller Munde. Das gilt für das mobile Arbeiten sowie das Homeoffice, zu dem aktuell viele Firmen greifen, um ihre Mitarbeitenden vor einer Ansteckung zu schützen. Ob grosse Büros noch zeitgemäss sind, ist eine berechtigte Frage.

Welche Auswirkungen dies, im Kontext der ganzen Umweltschutz-Problematik, auf die Geschäftsreisen der Unternehmen hat, ist eine spannende Fragestellung. Viele verzichten derzeit auf Meetings und setzen auf Videokonferenzen mit Kunden und Mitarbeitenden und machen dabei positive Erfahrungen. Geschäftsreisen sparen ist nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch, ein Gewinn für uns alle.


Kommentieren

Kommentare

  • now 29.03.2020, 01:34:32 (vor 4 months)

    great put up, very informative. I'm wondering why the other experts of this sector do not
    realize this. You should proceed your writing.
    I am sure, you've a huge readers' base already!

  • hell 27.03.2020, 10:49:28 (vor 4 months)

    This design is spectacular! You definitely know how to keep a reader entertained.
    Between your wit and your videos, I was almost moved
    to start my own blog (well, almost...HaHa!) Wonderful job.
    I really loved what you had to say, and more than that,
    how you presented it. Too cool!

RSS Feed für Kommentare auf dieser Seite | RSS Feed für alle Kommentare