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Wie Nestlé mehr über seine End-Kunden erfahren will – 150 Jahre Jubiläum bietet grosse Chancen für Smart Data

Digitalisierung | 4 Minute(n) zum Lesen

Gestern Mittag kam ich vom Wochenendeinkauf nach Hause. Ich war in vier Läden einkaufen.

Neben den heute üblichen Punkten brachte ich fast 30 Coupons vom Einkauf mit. Seit geraumer Zeit beobachte ich die Entwicklung im Handel und in der Nahrungsmittelindustrie. Was ich gestern aber "erbeutet" habe, war für mich wieder einmal aussergewöhnlich. Ich gewann Spar-Bons, SofortGewinne, TeilnahmeCodes, SpezialMarken für spezielle Aktionen, PunkteBons und die oben erwähnten, schon bald zur Gewohnheit gehörenden, "normalen" Punkte.

Die Nestlé-Aktivität zum 150. Jubiläum haben einen roten Faden und sprechen verschiedene Kundentypen an

Für mich spannend waren die Happy Codes von Nestlé. Der Westschweizer Nahrungsmittelkonzern feiert im 2016 seinen Geburtstag und präsentiert dies auch gleich mit seinem Domainnamen happy150nestle.ch . Natürlich war ich an den Mechanismen hinter den Wettbewerben interessiert.

Zum Anlass seines 150. Jubiläums möchte Nestlé seine (End-)Kunden/Konsumenten mit Geschenken verwöhnen: Tausende von unvergesslichen Erlebnissen sowie Sammelpunkte zur Teilnahme an 3 Verlosungen werden in Aussicht gestellt.

Daten sammeln ist ein MUST

Natürlich gehört die Anmeldung mit persönlichen Daten dazu. Denn wer gewinnen will, muss gewisse Informationen zu seiner Person resp. Familie preisgeben. Dazu gehören u.a. auch vier abgegrenzte Interessensgebiete. Der Einstieg ist nicht aussergewöhnlich, aber für Nestlé der Start um die Personalisierung resp. "Datenerhebung" weiter zu treiben.

"Die Geschichte von Nestlé" - Hier wird Innovation und swissness gepflegt!

Die Geschichte von Nestlé hat in der Schweiz ihren Ursprung und hat nie aufgehört, schweizerisch zu sein. Viele Produkte, die zwischen Vevey und Rorschach entwickelt wurden, sind zu bekannten Weltmarken geworden, so das erste vollständige Kindernahrungsmittel für Babys, die erste Milchschokolade, die Fertig-Suppen und Bouillonwürfel, der weltweit bekannte Instant-Kaffee oder das erfolgreiche Kaffee-System in Kapselform. BEBA, CAILLER, MAGGI, NESCAFE, NESPRESSO - all diese Produkte und Marken wurden in der Schweiz geboren und die meisten werden immer noch in der Schweiz hergestellt.
Zudem werden in den Schweizer Forschungszentren der Gruppe weiterhin neue Produkte entwickelt oder bestehende renoviert. Im Zentrum von Nestlé Suisse steht auch in Zukunft die langfristige, nachhaltige Entwicklung des Unternehmens in den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden.
Hier finden wir auch den Hinweis auf weitere Informationen über die Geschichte von Nestlé und den Tochterfirmen Nestle.ch .

Wie werden die Happy 150 Nestlé Spenden genutzt? – soziales Engagement gehört auch dazu

Dank der Grosszügigkeit der Spender - also uns Konsumenten - ist «fit4future» in der Lage, ein neues sensorisches Modul innerhalb des Ernährungsbereichs anzubieten. Könnte Nestlé auch ohne uns, aber so glauben wir, ein Teil der Entwicklung mitzutragen.
Diese neuen Inhalte werden den Kindern die Ernährung noch «lebendiger», schmackhafter und konkreter machen. Hier machen wir die Türe für den Direktkontakt der Marken mit uns auf. 
Primarschüler, aber auch ihre Eltern und Lehrer, werden dadurch für einen gesunden Lebensstil sensibilisiert. Dazu gehört die ausgewogene Einnahme von gesunden Nahrungsmitteln und Getränken. Es gibt dazu Informationen in schriftlicher Form aber auch zahlreiche begleitende Events (etwa Ateliers für Kinder, Activity Days, Kochkurse, Abende für Eltern und Weiterbildung für Lehrpersonal).

Ich erfasse Produktionscodes gekaufter Markenprodukte und weise mich damit als Kunde aus!

Ja, beim Erfassen der Produktionscodes war mir plötzlich klar, wohin die Reise geht. Was bis jetzt nur der Händler wusste, nämlich welche Produkte ich einkaufte, weiss nun auch die Industrie!
Fein verpackt in eine 150-Jahre-Kampagne mit einem Riesennutzen für den global tätigen Konzern.

Der Preis für die Geschenke sind personalisierte Daten – Happy Nestlé!

Was in den 1990er Jahren mit der ECR-Initiative der Konsumgüterindustrie begann, bringt Nestlé durch die Digitalisierung und die Erfahrungen und den Erfolg mit nespresso direkt zum Verbraucher.

Damit kann der Handel als Produkte-Mittler zwischen der Industrie und dem Endverbraucher weiter in die Schranken gewiesen werden. Aus dem BtoB-Geschäft, wird langsam aber sicher eine BtoC-Beziehung. Der Handel hat neben dem Umsatzverlust aus online-Verkäufen und der Entwicklung bei den Auslandeinkäufen eine weitere Baustelle. Sie wird schon in wenigen Jahren einen weiteren massiven Umsatzverlust mit sich bringen.

Ich finde es faszinierend, wie schnell und einfach mit der Digitalisierung neue Marktverhältnisse geschaffen werden. Beobachten wir also weiter und lernen von den Besten.


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