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IT-Trends Retail, wichtige IT-Entwicklungsprojekte

Handel | 5 Minute(n) zum Lesen

Aufgrund der erwähnten Schwerpunkt-Themen in der Strategie ergeben sich IT-Projekte in den Themenfeldern: 

- E-Services
- Informationsmanagement und Business Intelligence/Big Data
- CRM-Systeme
- ERP-Systeme
- Finanz- und Controlling-Systeme
- ICT-Infrastruktur und Informationssicherheit
- Systeme für Supply Chain und Procurement
- Content- und Dokumentenmanagement
- Unified Communications und Mobile Work Solutions

Die erwähnten umfassenden IT-Themen ergeben sich aus den Anforderungen von Multi- resp. Multicross-/Omichannel-Konzepten resp. aus dem Anspruch sich von der Konkurrenz abgrenzen zu können/müssen. Der Handel reagiert/agiert damit auf die aktuelle „Neuerfindung“ der gesamten Branche. Einige wichtige Punkte dieser Veränderung sind in der Folge kurz erläutert: 

E-Services

Die Erweiterung der Dienstleistungen über das Internet sind in der Differenzierung zu den Mitbewerbern eine grosse Chance. Damit können Alleinstellungsmerkmale entwickelt werden und ein Zusatznutzen kann verkauft werden.

Informationsmanagement und Business Intelligence resp. Big Data

Durch die derzeitige Erweiterung der Prozesstransparenz in den IT-Systemen ergibt sich eine breite Basis für laufende Auswertungen. Sie sind im Gegensatz zu früher mit den neuen BI-/Big Data-Tools schnell auswertbar. Herausforderung ist auch jetzt noch die „richtigen“ Zahlen zu verarbeiten. Das heisst, zuerst eine Analyse der Situation zu machen, dann Messpunkte festzulegen und schlussendlich die eines BI/Big Data-Konzeptes.

Unified Communications und Mobile Work Solutions

Auch in der Kommunikation und in der Verarbeitung von Geschäftsprozessen macht die „mobile“ Welt nicht halt. Die Umsetzung mobiler Lösungen für die Abarbeitung von Geschäftsprozessen (z.B. mit dem Smartphone) wird weiter wachsen und bereits heute ein MUST. Der Geschäftsführer will unterwegs die neusten Zahlen haben oder möchte von zu Hause aus die Disposition abarbeiten. Die etablierten Lösungen in der Lagerlogistik mit mobilen Endgeräten werden auch in der Administration einkehren.

Wichtige Erfolgsfaktoren

Für den Handel sind in den nächsten 6 bis 24 Monaten verschiedene Faktoren erfolgskritisch. Immer mehr und speziell aktuell muss die Weiterentwicklung der Kundenorientierung vorangetrieben werden. Mit dem Mehrkanal-Vertrieb und der Festlegung von immer neuen Absatzmöglichkeiten wird in gewisser Weise die Kundenbeziehung neu definiert. Es kommen immer neue Kommunikationskanäle dazu. Daher muss diese Orientierung auf den Kunden stark im Vordergrund sein.

Selbstverständlich muss die Kostenseite minutiös begleitet werden. Die Einsparungen müssen immer im Blickfeld bleiben, oder generell die Kosten. Denn ein noch so schöner Prozess wird nicht reüssieren, wenn die Prozesskosten nicht gemanagt werden. Diese Situation hat auch etwas mit permanenter Veränderung oder Erneuerung zu tun. Es müssen laufend neue Prozesse definiert werden. Zum Beispiel scheint die Synchronisation von Internet-Shops mit der üblichen Marktbearbeitung einfach zu sein. Doch immer wieder gibt es Beispiele wo der Artikel in der Werbung im stationären Handel gar nicht gezeigt wird.  

Talente braucht jedes Unternehmen. Aber oft sind es (leider) nicht die angestammten wichtigen Mitarbeitenden, die den Sprung in eine neue Welt ermöglichen. Es müssen eher Gedanken von Aussen mit neuen Mitarbeitenden eingebaut werden. Wichtig sind beide Welten – die Alte und Neue. Es muss sichergestellt werden, dass der Kunde gar nichts von dieser laufenden Veränderung mitkriegt. Es muss deshalb auf eine ausgewogene Mitarbeiter-Situation geachtet werden. 

Mehrkanal-Integration

Aufgrund der Strategie und des Reifegrades sowie der finanziellen Möglichkeiten jedes einzelnen Handelsunternehmens sehen die Umsetzungsaktivitäten sehr unterschiedlich aus.
Auf Unternehmensebene sind es u.a. Antworten auf die Fragen:

- Ausbau und Weiterentwicklung des stationären Einzelhandels
- Weiterentwicklung der Shop-Sicherheit
- Optimierung der Disposition und Warensteuerung
- Point-of-Sale-Systeme (online und offline)
- Lösungen für das Category- und Flächenmanagement
- Intelligente In-Store-Technologien
- Customer-Loyalty-Programme/Kundenkarten 

Intelligente In-Store-Technologie

Immer mehr werden neue Wege gesucht um in der Verkaufsstelle neue Kundenerlebnisse umzusetzen. Dabei ist iBeacon als eine Möglichkeit zu nennen. Damit werden die Smartphone’s über Blootooth erkannt und bei einem entsprechenden App kann eine Kommunikation zwischen dem Kunden und dem Einzelhandel stattfinden. Ein weiteres Beispiel hierfür wären elektronische Regaletiketten, welche die Beschriftung von Produkten auf elektronischem Weg ermöglichen. 

Vertrieb, Marketing und Kundenmanagement

Handel ist Wandel – für den Bereich Vertrieb, Marketing und Kundenmanagement bedeutet dies:

- Vermehrte Umsetzung von Kundenorientierung im Unternehmen
- Empfehlungsmarketing
- Modelle zur Kundenpflege
- Entwicklung neuer Servicekonzepte
- Weiterentwicklung des Category Managements
- Kundenbindungsprogramme
- Entwicklung von Prozessen/Systemen zur Messung von Marketingaktivitäten

Kundenbindungsprogramme

Die neuen technologischen Möglichkeiten erlauben einem Einzelhändler, sofern es der Kunde zulässt, ein Bindungsprogramm einzuführen. Die heutigen neuen intelligenten Kassen und auch die CRM-Softwareprogramme sind eine hilfreiche Unterstützung dazu. Nichts desto trotz muss ein Mehrwert für den Kunden entstehen. Denn nur weil es um Punktesammeln geht, heisst das nicht,  dass es jeder Kunde macht.

E-Services und E-Business

E-Services und E-Business sind die aktuellen Wachstumsmotoren des Handels. In diese Entwicklungsgruppe fallen die Themen:

- Mobile Dienstleistungen und Mobiles Marketing
- Verbesserung und Entwicklung des E-Commerce
- Entwicklung einer Online/Web-Strategie, Weiterentwicklung der Webpräsenz
- Nutzung von Social Media
- Serviceprozesse
- Weiterentwicklung der Anwenderfreundlichkeit von Webservices
- Steuerung des Kundenerlebnisses im Web
- Erfolgsmessung von Web-Marketing, Einsatz von Web-Analysesystemen
- Entwicklung von Self-Service-Konzepten
- Entwicklung von Kundenservicequalität im E-Business 

Mobile Dienstleistungen

Die Smartphones sind heute nicht mehr wegzudenken. Waren sie doch einmal einfache Telefone, so sind es Heute und Morgen grosse Computer. Dies erlaubt dem Detailhandel gewisse neue Prozesse oder vielleicht Dienstleistungen am Kunden zu bieten. So wird z.B. Mobile Payment mit dem Handy weiter verbreiten und damit die Kreditkarte als Karte bald überflüssig machen.

Supply Chain

Ganzheitliches Supply Chain Management vom Kunden bis zum Hersteller geplant, gesteuert und physisch abgewickelt, ist der Schlüssel für einen erfolgreichen Händler. In einem preisgetriebenen Konsumklima geht es darum die Kostenstrukturen maximal zu bewirtschaften:

- Verbesserung der Transparenz innerhalb der Supply Chain
- Flexibilität und Agilität der Supply Chain
- Messung der Supply Chain-Performance
- Nachverfolgung der Gesamtkosten
- Automatisierung des Order-Supply-Prozesses
- Prozesse für eine Multicrosschannel-Logistik
- Change Management und Führung von Veränderungsprozessen

Mehrkanal– Logistik

Die Vernetzung der einzelnen Touchpoints mit dem Kunden machen nicht halt bei der Logistik. Heute möchte der Kunde auf verschiedene Arten die Ware erhalten, einmal in der Verkaufsstelle, dann mal wieder nach Hause geliefert oder er holt die Ware ab. Das erfordert an die Logistik ein hohes Mass an Flexibilität und die Wege müssen für den Kunden wie für den Einzelhandel einfach umsetzbar sein. 

Finanzen, Controlling und Risikomanagement

In Zeiten von grossen Veränderungen sind Finanz-, Controlling- und Risikomanagement-Themen existenziell für Handelsunternehmen. Thematisch sehen sie wie folgt aus:

- Planungsgenauigkeit in instabilen Umfeldern
- Überwachung und Prognose der Profitabilität
- Weiterentwicklung und Anpassung der Controlling-Prozesse
- Identifizierung von Schwachstellen und Management operativer Risiken
- Management finanzieller Risiken und der Liquidität.


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