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Keine Veränderungen ohne Nebenwirkungen® - Die Veränderung beginnt im Kopf

Digitalisierung | 3 Minute(n) zum Lesen

Wenn es um die Digitalisierung von Unternehmen geht, werden nicht nur vorhandene Abläufe durch neue ersetzt. Es geht vielmehr um die Weiterentwicklung des angestammten Geschäfts und wenn immer möglich die Erschliessung von neuen Geschäftsfeldern. Dies bedeutet aber auch, dass es hier um neue Denkansätze und Philosophien bei allen unternehmensrelevanten Aufgabenstellungen geht.

Deshalb ist es unumgänglich, eine digitale Roadmap zu erstellen, mit der von der Analyse über die Strategie bis hin zur Umsetzung jeder Schritt geplant wird. Je nach Anforderung könnte als Erstes eine kollaborative, durch digitale Tools unterstützte, Teamarbeit über alle Hierarchie- und Funktionsebenen hinweg eingeführt werden. Damit werden die Herausforderungen schon früh im Projekt transparent.

Verschiedene Aspekte und Feststellungen schon beim Start in die neue Welt

Bei der Analyse der bestehenden Unternehmung wird häufig eines schon schnell festgestellt: die fehlende Flexibilität. Deshalb sollten sowohl Führungs-, Kern- und Supportprozesse flexibilisiert und für die Digitalisierung „fit“ gemacht werden. Verschiedene neue Aspekte bestimmen die zukünftigen Rahmenbedingungen:

  • Vernetzung
  • Automatisierung
  • Cloud Computing

Meine Digitalisierungstipps für mehr Prozesseffizienz

  1. Silodenken ist kontraproduktiv
    Unternehmen sollten lernen hierarchie-, abteilungs-, funktions- und projektübergreifend zu denken und zu handeln. Hier ist die Querschnittsfunktion ICT gefordert.
    Da unterschiedliche Prozesse aus der Kommunikation, dem Projektmanagement, dem Wissens- und Contentmanagement aufeinandertreffen, fordert eine kollaborative Zusammenarbeit die Verknüpfung der Anwendungslandschaft.
  2. Alle Prozesse vernetzt und virtualisiert
    Alle datengetriebenen Prozesse - und das sind eigentlich fast alle - müssen virtualisiert werden.
    Unstrukturierte Daten aus sozialen Netzwerken, textbasierter Kommunikation, Bildern, Voice und Videos lassen sich ebenfalls strukturieren. Erst so werden sie für virtuelle Anwendungen verfügbar gemacht. Virtualisierung senkt den administrativen Aufwand, spart Kosten und beschleunigt das Unternehmen.
  3. Wertschöpfende Daten
    Um mehr Umsatz zu generieren und Kosten zu senken, müssen Daten als Schlüssel-Ressourcen verstanden werden. Nur wenn Prozesse nahtlos ineinandergreifen ist eine optimale/maximale Wertschöpfung möglich. Dafür sorgt die End-to-End-Prozessgestaltung, vom Auslesen und Klassifizieren aller eingehenden Daten, über den Export in unterschiedliche Systeme und Applikationen, bis hin zur automatisierten Verarbeitung in den Kernsystemen.
  4. Cloud macht unabhängig und flexibel
    Die oben empfohlenen Massnahmen steigern die Effektivität, die Effizienz und die Flexibilität des Unternehmens. Grundsätzlich sind alle Insel-Softwarelösungen zu eliminieren.
    Wahre Unabhängigkeit bei Investitionen, dem Betrieb und dem flexibel benötigten Leistungsumfang bietet das Cloud Computing. Wird bei der Auswahl der Cloud-Dienste auf Interoperabilität geachtet und der Best-of-Breed-Ansatz verfolgt, werden auch mehrere standardisierte Produkte eine optimale Leistung erbringen.
  5. Autonomie für Fachabteilungen
    Von dieser Unabhängigkeit profitieren auch die einzelnen Fachabteilungen, da mit Cloud Computing die ICT-Investitionen sinken. Das bessere Kosten-Nutzen-Verhältnis wird dazu führen, dass viel eher digitale Innovationen eingeführt werden können. Damit haben die Fachabteilungen eine grössere Autonomie bei der Auswahl der für sie passgenauen Lösungen.

Zusammenfassung

Unternehmen, die verstanden haben, dass Digitalisierung nichts mit dem Ersetzen einer alten ICT-Landschaft durch eine neue zu tun hat, werden Unternehmensprozesse schaffen können, die auch das Überleben in einer unsicheren Zukunft sichern werden.


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